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Podiumsgespräch im Rahmen des Jugendtags 2010

 

 

Zum letzten Programmhighlight versammelten sich noch einmal alle Jugendlichen in der Halle, um Antworten von Apostel Bauer und Bischof Gründemann auf ihre Fragen zu bekommen. Diese wurden im Verlauf der letzten Monate in den Jugendstunden gesammelt und zusammengetragen. Natürlich war es nicht möglich allen Fragen gerecht zu werden, wodurch eine Auswahl getroffen werden musste.

 

Die Fragen, eingeteilt in Bereiche u.a. wie Privatleben, Amtstätigkeit, Missionsarbeit und Lehre der Neuapostolischen Kirche, wurden auf der Bühne von zwei jugendlichen Schwestern aus den Bezirken Ravensburg und Memmingen an den Apostel und Bischof gerichtet. Hier ein sinngemäßer Auszug aus den Fragen und den gegebenen Antworten:

 

Auf die Frage nach dem größten Glaubenserlebnis berichtete der Apostel von einem Heilungsprozess nach scheinbar unheilbarer Krankheit, was die Jugend sehr bewegte. Der Bischof legte der Jugend daraufhin nahe täglich um Glaubenserlebnisse zu beten, um Gott bewusst zu erleben.

 

 

„Was raten Sie Jugendlichen, welche die Freude an Glauben verloren haben?“, ist ein Gedanke den manchmal schon Jugendliche in sich tragen. Kämpfen, Ringen und beständiges Beten lautete der Rat des Bischofs. „Man soll Gott in den Ohren liegen“, waren hierzu seine Gedanken.

 

Interessant zu erfahren, waren die Worte des Apostels zur Missionsarbeit. Um den Geschwistern aus völlig anderen Lebensverhältnissen und Mentalitäten das Evangelium Jesu Christi nahe zubringen, müsse man sich in die dortige Kultur hineinfühlen und –denken.

 

Leider kommt es auch dazu, dass ein Amtsträger sein Amt niederlegt und sich sogar von der Kirche distanziert. Wie kann das sein, wenn ein Bruder doch von Gott für dieses Amt bestimmt war? Der Apostel begründete dies mit dem eigenen Willen und der Veränderung des einzelnen in seiner Einstellung zu unserem Glauben. Als Beispiel, dass solche Entwicklungen nicht neu sind, nannte der Apostel auch Judas Iskariot. Dieser war vom Herrn auserwählt und ging dann eines Tages einen anderen Weg. Jeder Amtsträger muss da auf sich selbst sehr acht geben – das gilt auch mir, so der Apostel.

 

Gerade bei diesen heißen Temperaturen erfreute die Frage nach der Kleiderordnung für Amtsträger, woraufhin der Bischof auf die Richtlinien verwies. Ab ca. 28° C entscheidet der Dienstleiter über das Tragen eines Sakkos im Gottesdienst.

 

 

 

Was vor allem die (ledigen) Diakone kurz schwitzen ließ, war die Fragestellung nach der Ordination von nicht verheirateten Jugendlichen zum Priester. Diesem Stand der Apostel offen gegenüber, wies aber gleichzeitig daraufhin, jenen Priestern in ihren jungen Jahren, Raum zu geben für wichtige Lebensentscheidungen.

 

Wie kann ich „kurz und knackig“ erklären was die Neuapostolische Kirche ist? Diese Frage begegnet uns häufig in Alltagssituationen. Lebende Apostel, die drei Sakramente – Heilige Wassertaufe, Heilige Versiegelung und Heiliges Abendmahl – und schließlich die Wiederkunft Jesu Christi waren die Schlagwörter des Bischofs. Mit dieser Definition können wir auch auf Gäste zugehen und sie zu einem Gottesdienst einladen.

 

 

 

Vielleicht kommt man in seinem Leben einmal an einen Punkt, an dem man sich fragt ob es Gott wirklich gibt oder nur eine Illusion ist. „Wir können Gott nicht sehen, aber fühlen und erleben!“ Der Bischof verglich dies mit dem elektrischen Strom, den man zwar nicht sehen, aber spüren kann, wenn man ihn berührt.

 

Zum Abschluss des Podiumsgesprächs verrieten die beiden den Zuhörern ihr Lebensmotto:

„Dienet dem Herrn mit Freunden!“ so der Bischof und der Apostel: „Herr mein Leben es sei dein!“

 

 

 

 
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